Praxis

Angst vor der Praxis? Nicht nötig!

Man wird nicht als Profi geboren!

Die praktische Ausbildung ist gegliedert in die:

  • Grundausbildung
  • Aufbaustufe
  • besonderen Ausbildungsfahrten (Sonderfahrten),
  • Verbinden und Trennen (bei Anhängerklassen)
  • Reifestufe (Prüfungsvorbereitung)
  • Sicherheitskontrolle (bei Pkw- und Motorradklassen)

Bei uns wird nach pädagogischen Grundsätzen und in einer logischen Reihenfolge ausgebildet.

Grundausbildung

In der Grundausbildung werden alle für die Verkehrssicherheit wichtigen Ausbildungsinhalte geübt.

Dazu zählen unter anderem:

  • Fahrtechnische Vorbereitung der Fahrt,
  • Anfahren und Schalten in der Ebene, im Gefälle und in Steigungen,
  • Abbiegen und Fahrstreifenwechsel,
  • Rückwärtsfahren und Wenden,
  • Halten und Parken,
  • Beachtung von Ampeln und Verkehrszeichen,
  • Angepasste Fahrgeschwindigkeit,
  • Überholen,
  • Vorfahrt,
  • Verhalten an Bahnübergängen, Bushaltestellen, an Zebrastreifen,
  • Verhalten gegenüber Kindern und alten Menschen,
  • Vorausschauendes Fahren und Verhalten in komplizierten Verkehrssituationen,
  • Vermeiden risikoreicher Verkehrssituationen,
  • Umweltschonende und energiesparende Fahrweise,
  • Gefahrbremsung,
  • und einiges mehr

Erst wenn die Grundausbildung gut sitzt, darf der Fahrlehrer mit den Sonderfahrten beginnen!

Nachdem die Grundausbildung abgeschlossen ist, Sie das Fahrzeug sicher beherrschen und auch schwierige Verkehrssituationen bewältigen können, dürfen Sie die besonderen Ausbildungsfahrten absolvieren.

In der folgenden Tabelle ist die Mindestanzahl der Sonderfahrten für die jeweiligen Klassen dargestellt. Jeder Fahrschüler muss die Mindestanzahl der Sonderfahrten absolvieren, unabhängig von seinem Können. Die Sonderfahrten sind eingeteilt in Fahrten auf Bundes- oder Landstraßen (Überlandfahrt), Autobahnen oder Kraftfahrstraßen (Autobahnfahrt) und Fahrten bei Dämmerung oder Dunkelheit (Nachtfahrt).

Die Anzahl der Sonderfahrten ist davon abhängig, ob schon eine Fahrerlaubnis besteht.

Ist noch kein Führerschein vorhanden, stehen folgende Sonderfahrten auf dem Programm:

KlasseÜberlandfahrtAutobahnfahrtNachtfahrtGesamt
A1, A2, A, B54312

Die folgende Tabelle stellt dar, wie viele Sonderfahrten zu absolvieren sind, wenn bereits ein Führerschein erworben wurde:

VonaufÜberlandfahrtAutobahnfahrtNachtfahrtGesamt
A1A23216
A2A3216
BBE, C13115
C1C1E, C13115
BC52110
CCE52110

Bei den Klassen C1 oder C besteht die Möglichkeit, die jeweilige Anhängerklasse in einem gemeinsamen Ausbildungsgang zu erwerben. In diesem Fall gilt folgende Tabelle:

KlasseArtÜberlandfahrtAutobahnfahrtNachtfahrtGesamt
C1 und C1Eohne Anhänger1102
mit Anhänger3126
Gesamt4228
C und CEohne Anhänger3104
mit Anhänger52310
Gesamt83314

Bei der Führerscheinklasse BUS (D, D1) gelten besondere Regelungen hinsichtlich der praktischen Ausbildung.

Folgende Tabelle zeigt, wieviele Fahrstunden abhängig vom Vorbesitz durchgeführt werden müssen.

Führerschein VorbesitzKl. B oder C1
2 Jahre
Kl. B oder C1
2 Jahre
Kl. C
2 Jahre
Kl. C
2 Jahre
Kl. D1Kl. DE
Grundausbildung4533147204
Überland221216853
Autobahn1488451
Nachtfahrt856351
Gesamtstunden89584422359

Anforderungen an die Sonderfahrten im Einzelnen

Bei den Sonderfahrten wird das Fahren in besonderen Situationen und unter schwierigen Bedingungen geübt. Die Grundausbildung soll beim Ersterwerb möglichst abgeschlossen sein, bevor mit den besonderen Ausbildungsfahrten begonnen wird.

Schwerpunkte der Autobahnfahrten:

  • Fahren mit hoher Geschwindigkeit
  • Einschätzen des Abstandes bei hoher Geschwindigkeit
  • Verkehrsbeobachtung, vorausschauendes Fahren
  • Einfahren und Ausfahren, auch auf Parkplätze und Raststätten
  • Überholen
  • Befahren eines Autobahnkreuzes
  • Gefahren bei hoher Fahrgeschwindigkeit

Schwerpunkte der Überlandfahrten:

  • Fahren mit höherer Geschwindigkeit
  • Abbiegen von Schnellstraßen in Seitenstraßen oder Nebenstraßen
  • Fahren in Kurven mit höherer Geschwindigkeit
  • Überholen
  • Vorausschauendes Fahren
  • Gefahren erkennen

Schwerpunkte der Nachtfahrten:

  • Bedienung, Anwendung und Kontrolle der Beleuchtungseinrichtungen
  • Verhalten bei Blendung durch Gegenverkehr
  • Benutzung des Fernlichts
  • Anpassen der Geschwindigkeit
  • Erkennen von Gefahren
  • Besonderheiten des Fahrens bei Dunkelheit
  • Fahren außerorts und auf Autobahnen und Erkennen der Gefahren
  • Fahren unter sich verändernden Lichtverhältnissen
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